Dieses Blog durchsuchen

Donnerstag, 27. Februar 2025

Die "Weite-Welt" hat gerufen

 Die weite Welt hat gerufen und ich folgte dem Ruf. 

Meine Seefahrtzeit bis zur Hochzeit auf Ceylon (heute Sri-Lanka.)

Mein Wunsch ist in Erfüllung gegangen. Nun war ich bei der christlichen Seefahrt angekommen. Vom Moses zum Koch auf verschiedenen Frachtern mit weltweiten Routen. Auch auf Passagierschiffen hatte ich als Patissier die Gäste verwöhnen dürfen. Bis ich auf der schönen Insel Ceylon im Indischen Ozean mein Herz an eine einheimische Schönheit verlor. Es war im Jahr 1964, dass ich die Hochzeitsglocken in Colombo läuten ließ. Von da an hatte sich mein Leben sehr verändert. Hier habe ich einige Einblicke aus der Zeit festgehalten...

Zu lesen in meinem Buch: Mein Traum, frei zu sein.

https://www.epubli.com/shop/mein-traum-frei-zu-sein-9783754976531




                                 Der Hafen von Colombo


Die Ceylon/Sri Lanka Flagge


Eine kleine Insel vor der Küste S.Lankas.

Beach-Bungalows in der Nähe von Negombo




Einfach am Strand relaxen..

Eine Kokosnuss Estate

Die Flagge von Indien


 Das "Gateway Of India" in Bombay


Das alte und moderne "Taj Mahal-Hotel" in Bombay
Der Hauptbahnhof von Bombay (Heute Mumbai)


Strandszene in Goa


Die "TSMS Lakonia"


Die "MS Arkadia"

Schwergutfrachter der DDG Hansa "MS Lichtenfels"

Der Schwergutfrachter der DDG Hansa, "MS Trautenfels"
Die "MS Freienfels" der DDG Hansa ,mein erstes Schiff als Küchen-Moses
Das Dampfschiff "DS Arsterturm" der DDG Hansa, das letzte Dampfschiff der deutschen Handels-Flotte.

Ab hier begann ein neuer Lebensabschnitt des Schiffskoch Jürgen...als Beweis
 gebe ich hier diese Urkunde bei: 

           Dies ist die Heiratsurkunde der Singhalesin und des Deutschen....
        Die Reise als Ehepaar begann in Colombo auf dem Dampfschiff "SS Arsterturm" und endete nach zwei Monaten Seereise in Bremen.....


Hier ein Auszug aus "Mein Traum frei zu sein":....

Der folgenschwerste Tag meines Lebens

Charma war ihr Künstlername. In Ihrem Pass las ich den Namen Chitra. Aus der Tänzerin Charma ist nun eine Chitra geworden. Wir waren auf dem Standesamt und wurden ceylonesisch getraut. Mein Trauzeuge war mein Kapitän und Chitra hatte einen Onkel aus ihrer Verwandtschaft, der der Sprecher im Parlament war. Dann waren ihre Mutter und einige Freundinnen von ihr anwesend. Beide waren wir 23 Jahre jung und glaubten fest daran, dass der 16. Juni 1965 unser Glückstag werden sollte. Die große Hochzeitsfeier war im China- Restaurant mit dem schönen Namen „Golden Lotus“ und endete gegen 3 Uhr in der Frühe.

Die komplette deutsche „Arsterturm“- Besatzung war anwesend, einige Mädchen aus dem Tropicana und dem Büro der Reederei- Agentur, sowie auch zwei Herren von der Botschaft, alles zusammen 34 Personen, die mein Budget gerade noch im Bereich des bezahlbaren hielten. Ich hatte die Briefumschläge aus Kuwait für so einen Tag oder einen größeren Heimaturlaub gebunkert. Nun konnte die Rückreise erfolgen. Die Mutter von Chitra verabschiedete sich sehr früh und der Trauzeuge meiner Frau übergab uns einen Brief, den wir noch vor unserer Abreise beantworten sollten, ein Hochzeitsgeschenk sei es, meinte er. Wir hatten einige brauchbare und einige unbrauchbare Geschenke erhalten.

Den Brief öffneten wir am nächsten Tag und ich war über den Inhalt sehr überrascht. Es war ein Brief im Brief, und dieser Brief kam von der Inselregierung der Malediven und offerierte eine Insel für 2000 Dollar auf 99 Jahre zur Pacht. Ich fragte den Onkel meiner Frau, ob dies ein Witz sein sollte. Er war fast beleidigt und erklärte mir, dass die Malediven einige Inseln für eine gewisse Summe auf 99 Jahre verpachten würden.

Er hätte so ein Angebot bekommen und an uns weitergegeben. Erstens gingen wir nach Deutschland, zweitens könnte ich eine Insel im Indischen Ozean nicht gebrauchen und drittens wäre eine Insel ohne Wasser keine 2000 Dollar wert. Wir bedankten uns trotzdem sehr und beehrten noch die deutsche Botschaft, um uns als Ehepaar registrieren zu lassen und erfuhren, dass wir in Berlin auf dem Standesamt Nr. 1 registriert seien, dem Standesamt für Ausländerehen. Mit etwas schiefem Blick wünschte mir der Beamte noch viel Glück. Ausländerehe? Was war das? Was und wer ist Ausländer? War ich nun ein Ausländer? Mein ganzes Leben war ich nun schon im Ausland. Zuerst war ich in Deutschland so eine Art Ausländer und nun bin ich im Ausland und bin schon wieder ein Ausländer. Bis auf meine Lehrzeit, da war ich Sklave.

Nun war ich mit einer Ausländerin verheiratet. Was werde ich in meiner Heimat, dem Riesengebirge sein, dort wo ich geboren bin. Heute regieren dort die Tschechen. Sollte ich einmal dorthin zurückgehen, um eventuell Urlaub zu machen und mir bewusst meine Geburtsstätte ansehen wollen, wäre ich schonwieder im Ausland. Hatte ich ein Zuhause? Ich habe gar kein Zuhause, aber eine Frau. Was mache ich mit einer Frau, wenn ich wieder zur See fahren will? Unmöglich, jetzt musste ich mir eine Stelle an Land besorgen. Auch konnte ich nicht mehr bei meinen Eltern wohnen. Ich merkte plötzlich, dass da noch sehr viele offene Fragen zu beantworten waren. Heiliger Neptun, stehe mir bei. Neptun hatte kein Einsehen mit mir aber dafür meldete sich mein kleiner Kobold. In Deutschland eine Gaststätte zu eröffnen sei doch eine gute Idee, meinte mein Kobold.

Asiatische Küche, leckeren Curry, natürlich auch Schnitzel und Bockwurst für meine nicht so weit gereisten Gäste. Ich war nun fast 24 und noch nicht bei dem Militär, also würden sie mich noch holen und dann? Wird wohl nichts mit der Kneipe. Überhaupt erst einmal abwarten und sehen, wie viel Geld ich zur Verfügung haben werde, wenn wir in Bremen ankommen. Die reine Fahrtkosten der Überfahrt meiner Frau ist umsonst aber das Verpflegungsgeld von 4,80 DM wird mir für jeden Tag, an dem meine Frau an Bord ist, abgezogen.

Am 17.09.65 erreichten wir Bremen. Die Reise verlief sehr ruhig und angenehm. Es war wunderschön jeden Tag mit Chitra zusammen zu sein.... 

so weit ein Blick ins Buch.



   


























Dienstag, 11. Februar 2025

Die Lehrzeit von 1956 bis 1959 in Marburg

 
Dass ich einen Handwerksberuf erlernt hatte, gab mir viele Möglichkeiten, die Welt zu sehen 




                                                                  


 Die Lehrzeit

Ich hatte Angst, dass ich niemals in Marburg ankommen würde, selbst der O-Bus in Marburg machte mir Angst und immer wieder musste ich mich durchfragen. Doch endlich gegen 16 Uhr bin ich in der Konditorei angekommen! Mir wurde ein Zimmer unter dem Dach zugewiesen und ich bekam meine Arbeitsuniform und Verpflegung für die ganze Woche: Margarine im Becher, vier gekochte Eier, eine Dose Hering in Tomatensoße, eine Schachtel Dreiecks-Käse, streichfähig, eine kleine Salami, ein Päckchen gekochten Schinken und ein Laib Brot, einen Blechteller, Messer, Tasse und Löffel. Das war die Ration fürs Abendessen. Heißes Wasser für die Teezubereitung und den Tee gab es jeweils abends nach Arbeitsschluss.

Ich merkte sofort, dass ich nicht im Paradies gelandet war. Am nächsten Tag durfte ich mich um 7 Uhr in der Backstube melden. „Lehrjahre sind keine Herrenjahre“. Dieser schlaue Spruch würde mich nun bestimmt die nächsten drei Jahre begleiten, da war ich mir sicher. Für meine vierzehneinhalb Jahre durfte ich schon allerhand Aufgaben erledigen. Da auch eine Bäckerei an die Konditorei angeschlossen und kein Bäckerlehrling vorhanden war, wurden mir auch diese Arbeiten anvertraut. Das sah dann so aus: schon um 6 Uhr musste ich in der Bäckerei sein, um die Brötchen, abgepackt in Tüten, in einem Weidenkorb auf dem Rücken per Fahrrad in Marburg- Süd auszuteilen. Gegen 8 Uhr war ich zurück und in der Konditorei tätig. Um 10 Uhr bekam ich einen Tragekorb mit Henkel, gefüllt mit Backwaren vom Vortag. Dieses Mal ging die Reise gegenüber  dem großen Amtsgebäude. Dort verkaufte ich die Vortags-Backwaren für weniger Geld als im Laden an die Büroangestellten. Dies dauerte eine Stunde und bis mittags durfte ich dann wieder in der Backstube arbeiten. Meine Kolleginnen und Kollegen waren sehr nett zu mir, denn ich war ja noch so jung und so weit von Zuhause weg.  P/S, Das war ein Blick in mein Buch...

   Hier gelangst du zum Buch:ISBN: 9783754976531

  https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&q=ISBN+9783754976531

Sonntag, 2. Februar 2025

Die Arbeitswelt empfängt mich...

                                           Der Bremer Hauptbahnhof...
    

             Hier fing alles an.

 Meine zweite Lehre. Eine Kochlehre

 um als Koch zur See zu fahren....nach zwei Jahren war es dann soweit, dass ich als Moses bei einer Bremer Reederei einen Heuerschein auf die "MS FREIENFELS" der D.D.G. HANSA  bekam.

Zuletzt wurde er im Hafen gesehen..... 

                                   Die "MS FREIENFELS"

Kairo, die Stadt am Nil muss man mögen....

                                                                            Kairo von oben.                    Mein erstes Hotel als Küchenc...