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Donnerstag, 13. März 2025

Der Neue Lebensabschnitt, eine Gaststätte

Ein wunderschöner kleiner Dorf-Gasthof sollte mein Einstieg ins geschäftliche Leben werden



                                             Der  »Gasthof Wilhelm«



 Meine Eltern waren eine große Stütze



Die Speisen und Getränke Karte von 1965


Die Preise waren in den 1960er Jahren so.

Hier habe ich einen Blick ins Buch:


Doch meine angetraute Frau und Mitbesitzerin war von Deutschland sehr unzufrieden.Sie war nicht bereit mitzuarbeiten, sie wollte zurück in ihre Umgebung, zurück nach Colombo. Also bekam sie einen Heimurlaub. Doch sie vergaß das zurückkommen. Nach der Drohung, dass keine Geldunterstützung nach Ceylon mehr unterwegs sei, kam sie nach 7 Monaten Urlaub zurück nach Deutschland. Doch nach einer ärztlichen Diagnose war meine Befürchtung, sie sei schwanger, bestätigt worden. Von da an ging es nur noch abwärts.


 Mutter legte mir bei einem vertraulichen Gespräch nahe, mit meiner Frau einmal zu einem Arzt zu gehen. Sie solle sich untersuchen lassen, weil sie so zugenommen hatte.

Ich müsste doch nur einmal genauer hinsehen – ich könnte doch nicht leugnen, dass sie um die Bauchgegend sehr füllig geworden sei. Natürlich hatte sie in Ceylon zu viel Curry und andere Sachen zu sich genommen und ist dadurch etwas in die Breite gegangen, das war meine Erklärung. Mutter schüttelte nur den Kopf.

Mutter gab keine Ruhe und ich schleppte sie zum Arzt. im wörtlichen Sinne.

Dieser Arzt verwies uns an einen Gynäkologen, der dann feststellte und bestätigte, dass meine Frau im fünften Monat schwanger sei.

Der ahnungslose beglückwünschte uns auch noch.

Zu Hause gab es nun wirklich Streit und ich flippte aus, als mir Chitra  versicherte und mir schwor, dass sie niemals mit einem anderen Mann Sex gehabt hatte. Ich solle mir einmal die Bibel durchlesen, dann würde ich es verstehen. Denn da war ja auch eine Frau, die ohne das Zutun eines Mannes schwanger wurde und einen Sohn geboren hatte.             Ich nehme an, sie sprach da von der Jungfrau Maria.

Die nächste Erklärung war der Swimmingpool, dann kam noch der Toilettensitz dran. Mir reichte es. Was für einen Müll wollte sie mir da glaubhaft machen?

Dachte sie, wir Deutschen wären so bescheuert, diese Scheiße zu glauben?

Die Toiletten - Geschichte könnte vielleicht stimmen, gab ich zu. Aber nur, wenn du mit einem Typen dort Sex hattest.  Das musste ich hinzufügen.

Meine Geduld mit ihr war so ziemlich am Ende.

Es wäre ganz einfach gewesen, hätte sie nur gesagt, es war ein Abenteuer und es war eben passiert - einfach, geradeheraus.

Aber so einen Haufen Lügen mir und meinen Eltern unterjubeln zu wollen, das war einfach Zufiel.

Ich versprach ihr - und es war nicht nur eine leere Drohung - für sie mit dem nächsten Geld ein Ticket nach Ceylon zu kaufen.

Aber wie denn? Von welchem Geld? Mein Onkel wartete immer noch auf die Rückzahlung der geliehenen Viertausend.

Die Brauerei lieferte nur noch gegen Bares.

Der Metzger, der Großhandel, alle wollten nur noch bei sofortiger Zahlung liefern.

Mit dem Wissen, das ich sehr verschuldet war, konnte ich gerade noch leben, doch dass meine Frau so eine Scheiße machte, damit kam ich überhaupt nicht klar.

Mutter und Vater hatten sich zurückgezogen und meinten, ich solle selber erst mit mir ins Reine kommen.

Würde ich vernünftig werden, kämen sie wieder, um zu helfen. Bedingung war, dass ich meiner Frau den Laufpass gab.

Das erste Mal in meinem Leben stand ich vor einem Haufen zerbrochener Illusionen und mir wurde klar, dass es bittere Realität war, in der ich steckte. Ein großer Berg von Problemen türmte sich da vor mir auf. Da half nur: Zähne zusammenbeißen und durch, doch ich steckte ja mittendrin und wusste nicht weiter.

Die Kneipe war verschuldet. Mit den Eltern hatte ich mich verkracht. Der Onkel war verärgert. Ich hatte keine Krankenversicherung, da der Beitrag nicht bezahlt war.

Und keine freiwillige Sozialversicherung aus demselben Grund. Die Frau lag im Krankenhaus zur Entbindung ihrer Tochter.

Nicht meiner....

Hier kannst du das Buch kaufen: ISBN: 978-3-754976-53-1

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Donnerstag, 27. Februar 2025

Die "Weite-Welt" hat gerufen

 Die weite Welt hat gerufen und ich folgte dem Ruf. 

Meine Seefahrtzeit bis zur Hochzeit auf Ceylon (heute Sri-Lanka.)

Mein Wunsch ist in Erfüllung gegangen. Nun war ich bei der christlichen Seefahrt angekommen. Vom Moses zum Koch auf verschiedenen Frachtern mit weltweiten Routen. Auch auf Passagierschiffen hatte ich als Patissier die Gäste verwöhnen dürfen. Bis ich auf der schönen Insel Ceylon im Indischen Ozean mein Herz an eine einheimische Schönheit verlor. Es war im Jahr 1964, dass ich die Hochzeitsglocken in Colombo läuten ließ. Von da an hatte sich mein Leben sehr verändert. Hier habe ich einige Einblicke aus der Zeit festgehalten...

Zu lesen in meinem Buch: Mein Traum, frei zu sein.

https://www.epubli.com/shop/mein-traum-frei-zu-sein-9783754976531




                                 Der Hafen von Colombo


Die Ceylon/Sri Lanka Flagge


Eine kleine Insel vor der Küste S.Lankas.

Beach-Bungalows in der Nähe von Negombo




Einfach am Strand relaxen..

Eine Kokosnuss Estate

Die Flagge von Indien


 Das "Gateway Of India" in Bombay


Das alte und moderne "Taj Mahal-Hotel" in Bombay
Der Hauptbahnhof von Bombay (Heute Mumbai)


Strandszene in Goa


Die "TSMS Lakonia"


Die "MS Arkadia"

Schwergutfrachter der DDG Hansa "MS Lichtenfels"

Der Schwergutfrachter der DDG Hansa, "MS Trautenfels"
Die "MS Freienfels" der DDG Hansa ,mein erstes Schiff als Küchen-Moses
Das Dampfschiff "DS Arsterturm" der DDG Hansa, das letzte Dampfschiff der deutschen Handels-Flotte.

Ab hier begann ein neuer Lebensabschnitt des Schiffskoch Jürgen...als Beweis
 gebe ich hier diese Urkunde bei: 

           Dies ist die Heiratsurkunde der Singhalesin und des Deutschen....
        Die Reise als Ehepaar begann in Colombo auf dem Dampfschiff "SS Arsterturm" und endete nach zwei Monaten Seereise in Bremen.....


Hier ein Auszug aus "Mein Traum frei zu sein":....

Der folgenschwerste Tag meines Lebens

Charma war ihr Künstlername. In Ihrem Pass las ich den Namen Chitra. Aus der Tänzerin Charma ist nun eine Chitra geworden. Wir waren auf dem Standesamt und wurden ceylonesisch getraut. Mein Trauzeuge war mein Kapitän und Chitra hatte einen Onkel aus ihrer Verwandtschaft, der der Sprecher im Parlament war. Dann waren ihre Mutter und einige Freundinnen von ihr anwesend. Beide waren wir 23 Jahre jung und glaubten fest daran, dass der 16. Juni 1965 unser Glückstag werden sollte. Die große Hochzeitsfeier war im China- Restaurant mit dem schönen Namen „Golden Lotus“ und endete gegen 3 Uhr in der Frühe.

Die komplette deutsche „Arsterturm“- Besatzung war anwesend, einige Mädchen aus dem Tropicana und dem Büro der Reederei- Agentur, sowie auch zwei Herren von der Botschaft, alles zusammen 34 Personen, die mein Budget gerade noch im Bereich des bezahlbaren hielten. Ich hatte die Briefumschläge aus Kuwait für so einen Tag oder einen größeren Heimaturlaub gebunkert. Nun konnte die Rückreise erfolgen. Die Mutter von Chitra verabschiedete sich sehr früh und der Trauzeuge meiner Frau übergab uns einen Brief, den wir noch vor unserer Abreise beantworten sollten, ein Hochzeitsgeschenk sei es, meinte er. Wir hatten einige brauchbare und einige unbrauchbare Geschenke erhalten.

Den Brief öffneten wir am nächsten Tag und ich war über den Inhalt sehr überrascht. Es war ein Brief im Brief, und dieser Brief kam von der Inselregierung der Malediven und offerierte eine Insel für 2000 Dollar auf 99 Jahre zur Pacht. Ich fragte den Onkel meiner Frau, ob dies ein Witz sein sollte. Er war fast beleidigt und erklärte mir, dass die Malediven einige Inseln für eine gewisse Summe auf 99 Jahre verpachten würden.

Er hätte so ein Angebot bekommen und an uns weitergegeben. Erstens gingen wir nach Deutschland, zweitens könnte ich eine Insel im Indischen Ozean nicht gebrauchen und drittens wäre eine Insel ohne Wasser keine 2000 Dollar wert. Wir bedankten uns trotzdem sehr und beehrten noch die deutsche Botschaft, um uns als Ehepaar registrieren zu lassen und erfuhren, dass wir in Berlin auf dem Standesamt Nr. 1 registriert seien, dem Standesamt für Ausländerehen. Mit etwas schiefem Blick wünschte mir der Beamte noch viel Glück. Ausländerehe? Was war das? Was und wer ist Ausländer? War ich nun ein Ausländer? Mein ganzes Leben war ich nun schon im Ausland. Zuerst war ich in Deutschland so eine Art Ausländer und nun bin ich im Ausland und bin schon wieder ein Ausländer. Bis auf meine Lehrzeit, da war ich Sklave.

Nun war ich mit einer Ausländerin verheiratet. Was werde ich in meiner Heimat, dem Riesengebirge sein, dort wo ich geboren bin. Heute regieren dort die Tschechen. Sollte ich einmal dorthin zurückgehen, um eventuell Urlaub zu machen und mir bewusst meine Geburtsstätte ansehen wollen, wäre ich schonwieder im Ausland. Hatte ich ein Zuhause? Ich habe gar kein Zuhause, aber eine Frau. Was mache ich mit einer Frau, wenn ich wieder zur See fahren will? Unmöglich, jetzt musste ich mir eine Stelle an Land besorgen. Auch konnte ich nicht mehr bei meinen Eltern wohnen. Ich merkte plötzlich, dass da noch sehr viele offene Fragen zu beantworten waren. Heiliger Neptun, stehe mir bei. Neptun hatte kein Einsehen mit mir aber dafür meldete sich mein kleiner Kobold. In Deutschland eine Gaststätte zu eröffnen sei doch eine gute Idee, meinte mein Kobold.

Asiatische Küche, leckeren Curry, natürlich auch Schnitzel und Bockwurst für meine nicht so weit gereisten Gäste. Ich war nun fast 24 und noch nicht bei dem Militär, also würden sie mich noch holen und dann? Wird wohl nichts mit der Kneipe. Überhaupt erst einmal abwarten und sehen, wie viel Geld ich zur Verfügung haben werde, wenn wir in Bremen ankommen. Die reine Fahrtkosten der Überfahrt meiner Frau ist umsonst aber das Verpflegungsgeld von 4,80 DM wird mir für jeden Tag, an dem meine Frau an Bord ist, abgezogen.

Am 17.09.65 erreichten wir Bremen. Die Reise verlief sehr ruhig und angenehm. Es war wunderschön jeden Tag mit Chitra zusammen zu sein.... 

so weit ein Blick ins Buch.



   


























Dienstag, 11. Februar 2025

Die Lehrzeit von 1956 bis 1959 in Marburg

 
Dass ich einen Handwerksberuf erlernt hatte, gab mir viele Möglichkeiten, die Welt zu sehen 




                                                                  


 Die Lehrzeit

Ich hatte Angst, dass ich niemals in Marburg ankommen würde, selbst der O-Bus in Marburg machte mir Angst und immer wieder musste ich mich durchfragen. Doch endlich gegen 16 Uhr bin ich in der Konditorei angekommen! Mir wurde ein Zimmer unter dem Dach zugewiesen und ich bekam meine Arbeitsuniform und Verpflegung für die ganze Woche: Margarine im Becher, vier gekochte Eier, eine Dose Hering in Tomatensoße, eine Schachtel Dreiecks-Käse, streichfähig, eine kleine Salami, ein Päckchen gekochten Schinken und ein Laib Brot, einen Blechteller, Messer, Tasse und Löffel. Das war die Ration fürs Abendessen. Heißes Wasser für die Teezubereitung und den Tee gab es jeweils abends nach Arbeitsschluss.

Ich merkte sofort, dass ich nicht im Paradies gelandet war. Am nächsten Tag durfte ich mich um 7 Uhr in der Backstube melden. „Lehrjahre sind keine Herrenjahre“. Dieser schlaue Spruch würde mich nun bestimmt die nächsten drei Jahre begleiten, da war ich mir sicher. Für meine vierzehneinhalb Jahre durfte ich schon allerhand Aufgaben erledigen. Da auch eine Bäckerei an die Konditorei angeschlossen und kein Bäckerlehrling vorhanden war, wurden mir auch diese Arbeiten anvertraut. Das sah dann so aus: schon um 6 Uhr musste ich in der Bäckerei sein, um die Brötchen, abgepackt in Tüten, in einem Weidenkorb auf dem Rücken per Fahrrad in Marburg- Süd auszuteilen. Gegen 8 Uhr war ich zurück und in der Konditorei tätig. Um 10 Uhr bekam ich einen Tragekorb mit Henkel, gefüllt mit Backwaren vom Vortag. Dieses Mal ging die Reise gegenüber  dem großen Amtsgebäude. Dort verkaufte ich die Vortags-Backwaren für weniger Geld als im Laden an die Büroangestellten. Dies dauerte eine Stunde und bis mittags durfte ich dann wieder in der Backstube arbeiten. Meine Kolleginnen und Kollegen waren sehr nett zu mir, denn ich war ja noch so jung und so weit von Zuhause weg.  P/S, Das war ein Blick in mein Buch...

   Hier gelangst du zum Buch:ISBN: 9783754976531

  https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&q=ISBN+9783754976531

Sonntag, 2. Februar 2025

Die Arbeitswelt empfängt mich...

                                           Der Bremer Hauptbahnhof...
    

             Hier fing alles an.

 Meine zweite Lehre. Eine Kochlehre

 um als Koch zur See zu fahren....nach zwei Jahren war es dann soweit, dass ich als Moses bei einer Bremer Reederei einen Heuerschein auf die "MS FREIENFELS" der D.D.G. HANSA  bekam.

Zuletzt wurde er im Hafen gesehen..... 

                                   Die "MS FREIENFELS"

Donnerstag, 30. Januar 2025

DIE ZEIT...




Das Video ist eine Aufforderung, einen Moment innezuhalten und nachzudenken..
 

Die Jahre nach dem Krieg .

Im Oktober 1941 in Jungbuch Krs. Trautenau geboren. 
1945 als deutscher aus der Tscheche vertrieben worden. Vater war im verlorenen Krieg in Russland gefangengenommen. Ich sah ihn bewusst, 1952 als Kriegsheimkehrer das erste Mal. Mutter musste alleine mit uns Kinder die Reise in einem Viehtransport Waggon in das zerbombte Deutschland machen. In einem kleinen Ort in Hessen wuchs ich auf.

Deutschland 1945


                                     Mit meinem 5 Jahre älterem Bruder   



                                           Als stolzer Rollerbesitzer 1948

      1956, soeben den Lehrvertrag als Konditorlehrling in Marburg / Lahn unterschrieben... dort verbrachte ich, in der Obhut meines Lehrmeisters, die nächsten drei Jahre. 


                                              Das Marburger Schloss

Dienstag, 21. Januar 2025

Hier erblickte ich das Licht der Welt


 

 
                       Das Wappen meines Geburtsorts in Tschechien, Jungbuch auf Deutsch.

                                            

                                                                     Der Bub Jürgen. Alias Joe

                   Ich habe viele Orte in meinen 84-Jährigem tun, wie auch nichts tun, bereist.

Von diesen Reisen auf verschiedenen Erdteilen werde ich berichten. Da ich keine Enkel habe,denen ich es erzählen könnte,seid ihr,liebe Leser die auserkorenen...hmmbesser gesagt, die Opfer.

 Viel Spaß beim Lesen.

                                                             Euer Joe
 

Sonntag, 19. Januar 2025

NOCH IST ES EINE BAUSTELLE


                                                                             BITTE UM ETWAS GEDULD

TRÖSTENDE SPRÜCHE

 


Die Stille der Nacht und das sanfte Licht des Mondes sind Balsam für die Seele.

Du bist nackt gekommen.

Du wirst auch wieder nackt gehen.

Du bist gekommen, weil du schwach bist.

So schwach wirst du wieder gehen.

Du bist ohne Geld und Material gekommen.

Du wirst auch ohne Geld und Material wieder weggehen.

Deine erste Person war jemand, der dich gewaschen hat.

Deine letzte Person wird dich waschen.

Das ist der Mensch!

Also , warum so viel Stolz, so viel Bosheit, so viel Neid,                                                         so viel Hass, Groll, so viel Egoismus......?

Wir haben eine begrenzte Zeit auf der Erde und verschwenden sie für Sinnlosigkeit.

Wann wird der Mensch begreifen, etwas bescheidener zu leben?

Samstag, 18. Januar 2025

Einladung zu meinem Blog

     EINE HERZLICHE EINLADUNG ZU MEINEM BLOG.

Dies ist mein neuer Blog. Hier werde ich die nächste Zeit den Verlauf meines Lebens und die Veränderung der Welt posten. Auch werde ich Fragen an die Community haben, die eventuell auch Du, beantworten kannst. Viel Spaß beim Stöbern, Lesen und Liken. Euer Jürgen, Alias Joe.

                  


                                                   

Kairo, die Stadt am Nil muss man mögen....

                                                                            Kairo von oben.                    Mein erstes Hotel als Küchenc...